Banken im Stresstest, Ifo im Höhenflug, Strategie und Zukunftssicherung

23.07.2010 | 13:37 von Bernhard Berning

Sind die Banken richtig aufgestellt und gewappnet gegen künftige Krisen?

Sind die entscheidenden Ressourcen für die Zukunft vorhanden und werden sie optimal genutzt? Werden bestehende Engpässe und deren Ursachen gesehen und gelöst?

Der Geschäftsklima-Index Ifo zeigt mit seinem Aufwärtstrend starke und positive Entwicklung und Erwartungen in großen Teilen der Wirtschaft. Wie war hier die Strategie der Bosse?

Wie ist Ihr Unternehmen aufgestellt? Würde es den Stresstest einer weiteren Krise bestehen? Wie steht es mit der Nutzung der Ressourcen? Auf wie viel Prozent Wirkungsgrad verzichtet Ihr Unternehmen?

Sind die Potenziale der Mitarbeiter richtig genutzt? Eine gute Mann-/Frauschaft bringt Erfolgssteigerungen und schafft weitere Arbeitspätze.

Ist die Unternehmensstruktur noch zeitgemäß? Team- und projektbezogene Zusammenarbeit (siehe auch letzte Einträge in diesem Blog zum Thema Teams mit Vergleich zu Fussball-Teams oder Orchester-Teams).

Wie steht es mit der Strategie zum Markt, der Einzigartigkeit, der Wettbewerbsfähigkeit, der Zielklarheit, der Umsetzung, dem Kundennutzen, den Anreizsystemen, der Lösung vorhandener Engpässe?

Ihr Weg zur Spitze ist eine Sache der richtigen Strategie!

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Interview “Wege aus der Krise” mit “DIE NEWS”-Unternehmermagazin

30.11.2009 | 16:34 von Bernhard Berning

Interview mit DIE NEWS
Unternehmer-Magazin am 24.11.2009

Unternehmensentwicklung: “Wege, die aus der Krise führen”

Bernhard Berning setzt auf Konsens in Unternehmen

Im Buch des Nürnberger Unternehmensberaters und Coachs Bernhard Berning ist zwar auch von der aktuellen Krise die Rede, aber eigentlich schreibt er über Krisen in Unternehmen wie sie alle Tage auftreten. Mit zehn Thesen und Lösungen zeigt er, woran Unternehmen scheitern und wie ganzheitlicher Erfolg erzielt wird. Die Redaktion von familienuntenehmer-news.de sprach mit dem Autor über sein Buch und seine Erfahrungen.

Redaktion: Viele Unternehmen wurden von der Heftigkeit der Krise überrascht und kämpfen jetzt mit dramatischen Umsatzrückgängen. Ist da auf die Schnelle noch etwas zu retten?
Bernhard Berning: Ja durchaus. Entscheidend ist nicht so sehr der Zeitfaktor, sondern die Erkenntnis: „Wir wollen etwas ändern.“ In drei Tagen gemeinsamer Arbeit kann man schon viel erreichen und die Weichen für eine positive Zukunft stellen. Im Grunde genommen ist doch die ganze Krise – wie übrigens jede Krise in Unternehmen – eine Vertrauenskrise. Oft wird mehr gegeneinander als miteinander gearbeitet. Dadurch werden positive Entwicklungen oft genug an anderer Stelle ins Gegenteil verkehrt, Erfolge werden zu Misserfolgen.

Redaktion: Was verstehen Sie unter Vertrauenskrise?
Bernhard Berning: Wir handeln zunehmend egoistisch, verfügen kaum noch über Kompromissfähigkeit. Uns fehlt die Gemeinsamkeit, der Konsens. Oft werden über die Köpfe der Mitarbeiter hinweg Entscheidungen getroffen. Das führt dazu, dass sie keine Verantwortung übernehmen, weil das Ziel kein gemeinsames und schon gar nicht ihres ist. Letztlich führt das zu „Dienst nach Vorschrift“, im schlimmsten Fall zu innerer Kündigung.

Redaktion: Was ist Ihr Lösungsvorschlag?
Bernhard Berning: Jedes Unternehmen braucht eine gemeinsame Vision und eine gemeinsame Strategie. Allerdings nützt es nichts, wenn die von oben übergestülpt werden, sozusagen verordnet. Sie müssen von allen – Führungskräften wie Mitarbeitern – getragen und verantwortet werden. Dann entfaltet sich automatisch eine positive Außenwirkung, die den Unternehmenserfolg steigert.

Redaktion: Die Mitarbeiter spielen also bei der Strategieentwicklung eine entscheidende Rolle?
Bernhard Berning: Auf jeden Fall. Sie kennen besser als jeder andere die Engpässe im Unternehmen. Sie wissen, wo etwas nicht so gut läuft, kennen die Probleme und deren Ursachen in ihrem Arbeitsbereich ganz genau. Meistens wissen sie sogar, wie man den Engpass beheben könnte. Wenn der Unternehmer das nicht ernst nimmt, wird er die Engpässe in seinem Unternehmen, die seinen Erfolg behindern, niemals finden. Viele Unternehmer sind erstaunt, wenn sie entdecken, was ihre Mitarbeiter alles wissen und wie viele Ideen sie haben.

Redaktion: Wie bringt man seine Mitarbeiter dazu, sich zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen?
Bernhard Berning: Indem man sie einbezieht und ihnen zuhört. Dazu muss der Unternehmer allerdings von seinem Treppchen heruntersteigen und seine Mitarbeiter davon überzeugen, dass er es ernst meint. Dafür muss er in eine gleichberechtigte Diskussion ohne Maulkorb und Sanktionen einsteigen. Ich habe schon oft erlebt, dass auf diese Weise aus einer gelangweilten Truppe eine verschworene Gemeinschaft wurde, die alles daran setzte, „ihrem“ Unternehmen zum Erfolg zu verhelfen.

Redaktion: Dazu sind aber Veränderungen in den Köpfen nötig und die sind bekanntlich sehr schwierig. Wie soll das klappen?
Bernhard Berning: Das stimmt, aber die Anstrengung lohnt sich. Ich empfehle einen Workshop, am besten mit einem Moderator, der eingreifen kann, wenn das Ganze droht, aus dem Ruder zu laufen. Als erstes sollten Grundregeln für den Umgang miteinander festgelegt werden. Die erste Aufgabe besteht dann darin, die Engpässe im Unternehmen zu benennen und ihre Ursachen festzustellen. Auf diese Weise dringt man zum zentralen Engpass vor. Meistens ist der fehlende Konsens das Problem, das Problemchen zur ernsten Schwierigkeit macht, und zwar der emotionale Konsens. In meinem Buch bezeichne ich das als „Abwärtsspirale“. Fehlende Information, mangelndes Wissen, nicht getroffene Entscheidungen und der Fehler ist da. Die Spirale dreht sich weiter und kann sich drastisch auswirken: es entstehen Schuldzuweisungen, Konflikte und Reibungsverluste. Darauf folgen Unlust, Dienst nach Vorschrift, mangelnde Arbeitsqualität, weitere Fehler, Reklamationen, Auftragsrückgang. Und schon ist die Krise da.

Redaktion: In Kürze: Was ist am Wichtigsten, um mit Krisen fertig zu werden?
Bernhard Berning: In meinem Buch benenne ich die Punkte, die für ganzheitlichen Erfolg wichtig sind. Unternehmen müssen ihre Engpässe erkennen und beseitigen, sie brauchen Konsens, klare Ziele und Ergebnisse, eine Strategie. Sie müssen ihre Ressourcen nutzen, einen einzigartigen Kundennutzen schaffen, ihre Strategie mit voller Power umsetzen und die Aufgaben sofort angehen. Wer die Zukunftsfähigkeit seines Unternehmens auf diese Weise steigert, tätigt eine Investition mit minimalem finanziellem Aufwand und profitiert von einer höheren Wertschöpfung.

Die Redaktion meint: In Bernings Buch „Strategie der Bosse. Die zehn Erfolgsfaktoren für Unternehmen – Konsens ist der Schlüssel“ wird nicht das Rad neu erfunden. Die Betonung der Einzigartigkeit, die Engpasssuche etc. sind Dinge, die Unternehmensberater seit Jahren predigen. Eine Besonderheit ist jedoch die Darstellung der Kettenwirkung, mit der die verschiedenen Faktoren zum Erfolg führen oder – bei Nichtbeachtung – zum Misserfolg. Ebenfalls einleuchtend dargestellt ist, dass es meistens einen zentralen Auslöser gibt, der die Abwärtsspirale in Gang setzt. Die zahlreichen Beispiele aus der Praxis, Aufgaben für den Leser, aber vor allem das Herunterbrechen der Theorie in den Unternehmensalltag machen das Buch für Unternehmer und Führungskräfte zu einer Handlungsanleitung im Krisenfall und in der täglichen Arbeit. Auf jeden Fall ist es ein exzellenter Anstoß, um die Dinge im eigenen Kopf zu bewegen.
Strategie der Bosse von Bernhard Berning, ISBN 978-3-85251-847-3, Euro 18,50 www.erfolgsstrategie.de

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Lesetipp


Die Zehn Erfolgsfaktoren für Unternehmen.
Konsens ist der Schlüssel.
Erschienen beim Verlag Novum-eco im September 2009

 
 

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